Pressemitteilung Save me Köln, 03.11.2009
Offizieller Start der Kampagne in Köln
Pressemitteilung Save me Köln
Am Dienstag, den 3. November 2009, fand der erfolgreiche öffentliche Start der „save me-Kampagne Köln" statt.
Der Rahmen der Kölner interkulturellen Woche wurde bewusst gewählt: Neben den vielen traditionell hier beleuchteten Aspekten der Migration in der Stadt wollte die Kampagne einen zusätzlichen Akzent setzen. Sie übernimmt und fordert zugleich eine kommunale und bundespolitische Verantwortung für Menschen, die seit langem hoffnungslos in ausländischen Flüchtlingslagern festsitzen.
Der Abend begann mit einer Einführung zum Programm der Neuansiedlung (Resettlement), das bereits mehrere Länder im Rahmen des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) kontinuierlich und erfolgreich umsetzen. Mit kurzen Dokumentarfilmen über Lager in so genannten „Erstzufluchtländern" und dem Beispiel einer erfolgreichen Neuansiedlung einer kongolesischen Familie in Norwegen machte die Veranstaltung das Thema so anschaulich wie dringlich.
Den anschließend dargestellten und diskutierten Zielen der save me-Kampagne schlossen sich viele der Anwesenden spontan an: Sie erklärten sich schriftlich zur Patenschaft für Flüchtlinge bereit und fordern den Kölner Stadtrat dazu auf, sich zur Neuansiedlung von Flüchtlingen zu bekennen und an Landes- und Bundespolitik zu appellieren, das Resettlement-Programm des UNHCR auch in Deutschland uneingeschränkt umzusetzen
Die save me-Kampagne wird getragen von einem breiten Bündnis von PRO ASYL mit verschiedenen Verbänden und Organisationen in der Flüchtlingshilfe sowie Einzelpersonen, sowohl bundesweit, als auch in Köln. Nachdem die Kampagne inzwischen in 46 bundesdeutschen Kommunen aktiv ist und stetig anwächst, und nachdem fünfzehn davon bereits entsprechende Ratsbeschlüsse vorweisen können - darin waren sich die Veranstalter und die Anwesenden einig -, seien als nächste die Kölner Ratsfraktionen aufgefordert, sich mit einer eigenen Erklärung anzuschließen.

